Die Rodeotrickkiste - der Phoenics Monkey

EM Teilnehmer Martin Koll wird uns in den kommenden Monaten mit einem Griff in seine Rodeotrickkiste den Winter verkürzen. Mit vielen Bildern und einem anschaulichen Video stellt er heut den [b]Phoenics Monkey[/b] vor.

TopSiteNews Martin Koll

So los geht's: Der Winkel mit dem dein bug per Übergriff in der Walze versenkt wird, ist entscheidend für das Gelingen der Pirouette und damit die Grundlage für den anschließenden Loop. Der Phoenics Monkey ist einer der kompelxesten Moves in der Walze und setzt sich aus einer horizontalen Rotation und der sofort anschließenden Vertikalrotation zusammen.

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Um nun beide Elemente zu verbinden, bedarf es einiger Vorarbeit: Zuerst solltest du deine Trainingswalze mal etwas genauer unter die Lupe nehmen, dabei entscheidend:
- Fließgeschwindigkeit der Strömung (davon hängt der Winkel ab, in welchem du deinen Bug versenkst),
- Ausgänge der Walze (es sollte zu jeder Seite möglich sein, die Walze zu verlassen, zudem ist die Nähe des Walzenausgangs der optimale Bereich für deine Figur),
- ausreichend tief sollte es schon sein, damit du dich frei in jede Richtung drehen kannst (dabei benötigt der Phoenics Monkey eine geringere Wassertiefe als beispielsweise ein normaler Loop, da sich der Pop, den dein Boot zum Absprung braucht, durch das Herunterschrauben der Spitze entwickelt, nicht durch schwungvolles und steifes Eintauchen)
Set up

- Zudem sollte es zu Beginn deines Trainings ein berechenbarer Schaumberg sein (das ermöglicht ein stabileres Set-Up und lässt dir Zeit, die wichtigsten Aspekte des Bewegungsablaufs nachzuvollziehen)

Jede bakanntere Walze erlaubt somit mit etwas Anpassungsfähigkeit einen Phoenics Monkey zu fahren!

Zur Erklärung des Moves beziehe ich mich auf kleinere, langsam fließende und gut kontrollierbare Walzen, wie sie auf den Bilder zu sehen ist.

Entscheidend bei diesen Verhältnissen ist die verstärkte Wirkung deiner Körperhaltung und Bewegungsgeschwindigkeit.
Fahre in die Walze ein und begebe dich mit ein paar kraftvollen Ziehschlägen zu einem der Walzenausgänge. Hier kannst du dein Boot etwas aus dem Schaum tragen lassen und dir eine gute, stabile Position für dein Set-Up suchen.

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

ÜbergriffPaddel versenken

Ob du nun mit einem Übergriff des rechten Paddelblatts zur linksgedrehten Pirouette beginnst oder (s.Bilder) mit links übergreifst und damit nach rechts drehst, ist bei den meisten Walzen unabhängig von der Position am jeweiligen Ausgang. Auf den Fotos fahre ich von links an und drehe nach rechts (durch die schnellere Strömung am Walzenausgang lässt sich die Spitze leichter versenken und durch das Eindrehen in Walzenmitte wird ein Wash-Out unwahscheinlicher) Am besten probierst du etwas herum, die geeignete Position wirst du schnell erkennen!

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Paddel herumziehen......mit dem Kopf vorausschauen

Leite nun die Pirouette mit einem übergegriffenen Double-Pump ein (meistens wird durch einen schwungvollen Übergriff der Bug automatisch angehoben und vereinfacht das Versenken), dann schmeißt du deinen Oberkörper nach vorne und durch deine vorgedrehte Haltung wird dein Heck in einer Art Backblast steigen.

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Bootskante greifen lassenaufrichten

Jetzt kommt die entscheidende Phase, in der du zum Einen die Drehung ums versenkte Paddelblatt weiterführen und zum Anderen gegen das Angreifen des Wassers an deiner Bootskante, deine Körperspannung halten musst. Vor Vollendung der Pirouette musst du stark nach vorne gebeugt bleiben, deinen Blick flußauf über deine Schulter richten und gleichzeitig den Übergriff so vollenden, dass sich dein Boot über die Kante aufrichtet.

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Phoenics Monkey Koll

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Bereitmachen für den AbspungOberkörper nach vorne werfen

Sobald das Wasser die Bootskante überfließt und an deinem breiten Bug angreift, musst du dich aufrichten und wieder vor das boot bringen. Jetzt richtet sich dein Boot in Loop-Position auf und du wirfst dich nun ruckartig nach vorne. Das Boot folgt dir und fliegt von seiner höchsten Stelle mit dem Heck ins abfließende Wasser.

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Gewicht aufs Heck verlagern......Spitze aufsteigen lassen

Werfe dich unter Wasser schnell auf dein Heck, um das Durchschlagen durch deine Schwerpunktverlagerung zu ermöglichen. Abhängig von der Sauberkeit der Ausführung und deinem Timing, loopt das Boot widerstandlos in Normalposition.

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

Phoenics Monkey Koll

Quelle: Martin Koll

korrigieren und.......bingo!

Um die Figur schön vertikal zu halten, liegst du am besten gerade ausgestreckt auf deinem Heck bis sich der Bug absenkt, andernfalls stabilisierst du dich mit einem vorher positionierten Paddelblatt.

Viel Erfolg beim Üben!!!

Für alle die besser über optische Reize lernen, gibts hier noch das Trainingsvideo!

Text, Video, Foto: Martin Koll / blumenkoll.blogspot.com

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Ausgebildeter Physiker, Redakteur, Herr über Tausend Zeilen Code auf 4-Paddlers.com und spätberufener zugereister Paddler aus Augsburg.

Die Rodeotrickkisten

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